Was ist Spinnfischen?
Beim Spinnfischen handelt es sich um eine Methode, bei der ein künstlicher Köder (Spinner oder Wobbler) verwendet wird. Im Gegensatz zu den traditionellen Angelmethoden mit Ködern wie Würmern oder Maden geht es beim Spinnfischen darum, den Köder mit einer ruckartigen Bewegung durch das Wasser zu ziehen. Dies erzeugt Vibrationen und Bewegungen wodurch lebende Beute imitiert wird und die Raubfische anlockt.
Hecht
Zum Spinnfischen auf Hecht benötigt man eine kraftvolle und reaktionsschnelle Rute.
Diese Ruten kombiniert mit einer 4000er Spule und mit z.B. einer Dyneema 0,14 mm, bietet direkten Kontakt zum Köder. Vor den Kunstköder sollte ein Stahlvorfach vorgeschaltet werden. Westline bietet hier, sowohl fertige Stahlvorfächer in 30, 50 und 70 cm sowie 10 m Stahlvorfach am Stück und passende Klemmhülsen. Die Köderpalette erstreckt sich von Wobblern und Spinnern, über Blinker, bis hin zu Gummifischen.
Zander
Das Spinnfischen auf Zander gestaltet sich etwas feiner als auf Hechte. Als Ruten kommen hier welche mit Wurfgewicht 10-60g mit starken Rückgrat in Frage Geeignete Rollen sind wieder mittlere 3000 oder 4000er Rollen Für den direkten „Draht“ zwischen Angler und Köder sorgt eine 0,14 mm starke Geflochtene, wie die Dyneema. Bei einem hohen Hechtbestand in ihrem Gewässer ist es auch beim Zanderangeln ratsam, ein dünnes Stahlvorfach dem Köder vorzuschalten. Mittelgroße Wobbler, Gummifische, Blinker und Spinner kommen als Köder in Frage.
Barsch
Will man den Barschen und Forellen in seinem Hausgewässer nachstellen, so benötigt man eine feinfühlige und zugleich schnelle Spinnrute – man kann ohne weiters auch die Zanderausrüstung nehmen . Empfehlenswert für diese Angelei sind Ruten mit einem Wurfgeweicht von bis zu 50 g.
Besonders zu beachten ist, dass auch immer wieder schwere Barschen den Köder nehmen können und diese auch sehr kampfstark sind - darum nicht zu leichte Ausrüstung !
Wenn auch hier kleinste Wobbler, Gummifische, Blinker und Spinner als Köder zum Einsatz kommen, so empfiehlt es sich trotzdem bei Bedarf ein leichtes Stahlvorfach
Köderführung beim Spinnfischen
Einkurbeln:
Bei dieser Methode wird der Kunstköder durch gleichmäßiges Einholen der Schnur
ständig in Bewegung gehalten und berührt nicht den Grund. Mit der
Einholgeschwindigkeit kann man die Höhe sowie das Verhalten des Köders
beeinflussen. Man kann durch beispielsweise einmal schneller und einmal
langsamer kurbeln einen verletzten Fisch imitieren. Somit steigt die
Attraktivität und die Wahrscheinlichkeit einen Raubfisch zu fangen.
Zupfen:
Eine weitere Methode ist das Zupfen, bei welcher man den Köder auswirft und auf
den Grund absinken lässt. Nachdem der Köder am Grund angekommen ist, macht man
eine ruckartige Bewegung, sodass der Köder vom Grund aufspringt. Anschließend
kurbelt man den Ködern ein.
Stufenartiges Zupfen / Jiggen:
Grundsätzlich funktioniert das stufenartige Zupfen genauso wie das Zupfen, der
unterschied ist jedoch, dass man bei dieser Methode den Zupfvorgang ständig
wiederholt. Das heißt, man lässt den Köder auf den Grund sinken, macht mit der
Rute eine ruckartige Bewegung, kurbelt ein wenig ein und lässt ihn wieder
sinken. Sprich der Vorgang wiederholt sich immer wieder.
Schleifen:
Bei dieser Methode führt man den Köder relativ langsam direkt am Grund entlang.
Dies soll Beutefische imitieren, die auf der Suche nach Nahrung oder Krank
sind. Dies eignet sich am Besten auf sandigem oder Schlammigen Grund, da der
Köder den Grund aufwirbelt und die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
